Bergsteigen im Vinschgau

Nationalpark Stilfserjoch, Ortler, Ötztaler Alpen, Sesvennagruppe

Bergsteigen im Vinschgau mit seinen imposanten Bergketten rund um den Nationalpark Stilfserjoch ist ein beeindruckendes Erlebnis für erfahrene Bergsteiger und Alpinisten. Die Ötztaler Alpen, die Ortler – Cevedale Gruppe mit den höchsten Gipfeln Südtirols und die Sesvennagruppe am Dreiländereck zu Österreich bieten lohnende Touren durch Firn und Gletscher. Begeisterte Bergfüchse genießen auf ihren Touren nicht nur unbeschreibliche Ausblicke auf die imposanten Gipfel sondern auch hervorragende Schutzhütten und köstliche Vinschger Küche.

Sichere Bergtouren benötigen Erfahrung, Ortskenntnis, die richtige Ausrüstung und Informationen zur aktuellen WetterlageDamit das Bergsteigen im Vinschgau nicht nur zum unvergesslichen, sondern auch sicheren Erlebnis für Sie wird, können Sie bei den geführten Wander – und Bergtouren mit unserem Berglouter teilnehmen!

Die Lieblingstouren von Martin und Katharina

Bergtour zur Rotspitze, 3.050 m

Ausgangspunkt: Parplatz Hintermartelltal, 2.050m

Aufstieg: Am Straßenende (Wendeparkplatz) orientiert man sich nach links und überquert die hohe Brücke über die Plimaschlucht. Kurz vor dem naturbelassenen See des ehemaligen Hotel Paradies weißt schon das erste  Schild  „Vordere Rotspitz“ mit  der Markierung Nr. 37 hin,  zuerst mäßig steil durch den Wald folgen und dann über Grashänge empor zum Schönbichl (2.636m) steigen. Nach etwa 1 Stunde Gehzeit führt der Weg durch ein gerölliges Gelände in Serpentinen empor dann weiter in eine steile aber seilgesicherte Rinne und über Schutt und Schrofen empor zum Gipfelkreuz der Vorderen Rotspitze. Etwas Kletterei und Trittsicherheit ist hier gefragt. Auf dem Gipfel angekommen hat man eine beeindruckende  Sicht zum Zufrittsee am Fuße des Berges, den Gramsenferner mit der Hinteren Schranspitze, der Veneziakamm und die Ortlergruppe grüßen auch aus der Ferne. Nach einer kurzen Rast geht der Rückweg über die Marteller Hütte zurück. Man steigt wieder durch die steile Rinne hinunter und bei der ersten Weggabelung folgt man den Weg Nr. 37A nach Südwesten  und wandert  im Auf und Ab durch eine wunderschöne gletschergeprägte Landschaft vorbei an zwei namenlose Gletscherseen. Über mehrere Moränen gelangt man dann über dem Ultnermarkt-einen Moränengrat über Weg Nr.37A der direkt zur Marteller Hütte (2.610m) führt. Nach einer Rast auf der Marteller Hütte gelangt man über Weg Nr.103 hinunter zum „Bau“ – einer Staumauer, die im 19. Jahrhundert zum Schutz vor den verheerenden Überschwemmungen der Gletscherseen erbaut wurde. Weiter geht es über den Weg Nr.150 zur Zufallhütte und von dort hinunter zum Parkplatz dem Ausgangspunkt dieser Gipfeltour-Wanderung.

Höhenunterschied: 1.135 m

Gehzeit: 3 Std.

Hinweis: Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind Voraussetzung für das erklimmen dieses 3.000er Gipfels, der die letzten 100 hm über einen leichten Klettersteig mit Seilsicherung zum Gipfel führt.

(Aufstiegsbeschreibung vom Berglouter)

Bergtour zur Laaser Spitze (Orgelspitze), 3.305m

Ausgangspunkt: Gasthof Stallwies, 1.930 m

Aufstieg: An der alten Mühle, kurz vor dem Stallwieshof (1930m) geht der Weg mit der Markierung Nr. 5 los. Durch einen lichten Lärchen- und Zirben Wald empor und an der Alten- Stall-Quelle vorbei kommt man rasch in den Bereich der Waldgrenze voran und lässt den Schlichtbergsteig rechts abziehen. Langsam zieht sich der Bergwald zurück und man steigt über immer steiler werdende Hänge empor. Oberhalb der Baumgrenze folgt man immer den gut ersichtlichen Steig in nordwestliche Richtung. Über teilweise steile Hänge hinauf zu einem Vorberg  auf ca. 2.954 m wo es wieder etwas flacher wird, Steinmännchen helfen hier bei der Orientierung. Der Gipfelaufbau wird jetzt erstmals ersichtlich. Über Platten geht es nun weglos aber stets markiert weiter in einen Kessel hinein, an dessen höchsten Punkt sich der Gipfel der Laaser/Orgel Spitze befindet. Von nun an geht es über kleinere Blöcke und Schutt immer steiler werdend empor. Über einen letzten Aufschwung erreicht man  letztendlich das Gipfelkreuz der Laaser Spitze. Am Gipfel angelangt kann man den Vinschgau und die dahinter liegenden Ötztaler Alpen erblicken. Auch ragen ein paar Dolomitengipfel im Westen empor. Nach einen grandiosen Rundblick und einer Rast geht es wieder über die Aufstiegsroute zum Ausgangspunkt zurück.

Höhenunterschied: 1.375 m

Gehzeit: 4 Std.

Hinweis: Die Tour erfordert Trittsicherheit und Ausdauer.

(Aufstiegsbeschreibung vom Berglouter)

Bergtour zum Hasenöhrl 3.257 m

bergtour zum hasenohr

Ausgangspunkt: mit dem Sessellift zur Bergstation Tarscher Alm, 1.847 m

Aufstieg: Von der Bergstation – Tarscher Alm über den breiten Weg längs der Skipiste hoch bis knapp unterhalb der Zirmraunhütte 2252m. Hier rechts (südlich) dem gut markierten Steig folgend hoch bis zum Großen Wetterkreuz 2436m. Rechts haltend weiter (nicht dem Weg zum Tarscher Pass folgen!) längs der Markierung, die unterhalb des Marchegges über den deutlichen Spuren des Tarscher Jochwaales ziemlich flach zum Latscher Jöchl 2507m führt. In der Mulde am Joch steht man plötzlich vor den rätselhaften aus Steinen geschichteten Pfeilern des alten Aquäduktes, das im 19. Jahrhundert erbaut wurde, um das kostbare Wasser zu den Tarscher Almwiesen zu bringen. Südlich weiter über deutliche Steigspuren erreicht man den Kamm, der den Blick zum Arzkarsee frei gibt. Die Spur zieht über den immer blockiger werdenden Kamm hoch, bis man auf ca. 3000 m die Blaue Schneid erreicht. Teilweise ausgesetzt (Sicherungen an einer Stelle) geht es in leichter Blockkletterei dem Grat entlang weiter bis zum eher flachen Gipfel. Großartig ist der Rundblick von diesem prächtigen Aussichtsgipfel! Der Abstieg erfolgt über die Aufstiegsroute.

Höhenunterschied: 1.410 m

Gehzeit: 7:15 Std.

Hinweis: Die Tour ist technisch nicht besonders anspruchsvoll. Die Kletterstellen sind bei normalen Verhältnissen nicht schwer. Bei Vereisung oder Neuschnee können die Passagen am Grat an der Blauen Schneid heikel werden. Gletscherausrüstung braucht es für diese Tour im Normalfall keine.

(Aufstiegsbeschreibung vom Berglouter)

Bergtour zur Vermoispitze, 2.930 m

Ausgangspunkt: Mit der Seilbahn St. Martin zur Bergstation St. Martin i.K., 1.930 m

Aufstieg: Von der Bergstation St.Martin i.K. auf Weg Nr. 6 in östliche Richtung, vorbei an der kleinen Wallfahrtskirche und dann links abbiegend dem Fahrweg, durch lichten Wald zum Alpl St.Martin (1.950 m). Immer der Markierung 6 folgend in westliche Richtung, kommt man an die Weggabel Niederjöchl -Zerminiger, hier rechts haltend, auf Weg Nr. 9 durch dichten Fichtenwald bis zur Baumgrenze. Danach mit zunehmender Steilheit hoch, zuerst über die begraste und blumenreiche Flanke, bis zum einem Wasserbrunnen (2.370 m), dann weiter über den zuerst etwas flacheren „Ochsenbühel“ (2.420 m) und dann über steiniges, immer steiler werdendes Gelände. Jetzt quert man noch einige Geröllfelder bis zum Gipfelanstieg (2.750 m)und noch die letzten 200 Höhenmeter über steilen, Serpentinenweg hoch bis zum Gipfelkreuz.

Höhenunterschied: 1.195 m

Gehzeit: 3,5 Std.

Hinweis: Die Tour ist bis zum Gipfel gut markiert und nicht schwierig, der Gipfelanstieg ist sehr steil und erfordert Trittsicherheit.

(Aufstiegsbeschreibung vom Berglouter)

Aktiv im Vinschgau - Sommer

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Wandern im Vinschgau

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Wandern am Vinschger Sonnenberg

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